Vergleichen Sie zunächst dieselben Einheiten
Ein Geschwindigkeitstest mit 100 Mbps und ein Download mit 12 MB/s widersprechen sich nicht unbedingt. Das kleine b steht für Bit, das große B für Byte. Ein Byte besteht aus acht Bit: 100 ÷ 8 = 12,5 MB/s ist daher der theoretisch entsprechende Wert.
Notieren Sie zu jeder Zahl die vollständige Einheit. Kann das Downloadprogramm Bit pro Sekunde anzeigen, nutzen Sie diese Einstellung zum Vergleich. Eine kleinere Zahl allein beweist nicht, dass Ihr Anbieter Ihnen Geschwindigkeit vorenthält.
Berechnen Sie eine brauchbare Wartezeit
Eine Datei mit dezimalen 10 GB umfasst 10.000 MB. Bei konstanten 12,5 MB/s ergibt sich 10.000 ÷ 12,5 = 800 Sekunden, also 13 Minuten und 20 Sekunden. Dabei wird angenommen, dass die gesamte beworbene Rate unterbrechungsfrei Dateidaten überträgt.
Planen Sie besser mit der dauerhaft beobachteten Downloadrate. Bei 8 MB/s braucht dieselbe Datei 1.250 Sekunden, also 20 Minuten und 50 Sekunden. Teilen Sie nach Beginn des Downloads die verbleibende Größe, nicht die ursprüngliche, durch die beobachtete Rate. Beide Ergebnisse sind Schätzungen, keine Zusagen.
GB und GiB nicht stillschweigend vertauschen
GB und GiB bezeichnen unterschiedliche Mengen: 1 GB = 1.000.000.000 Byte; 1 GiB = 1.073.741.824 Byte. Eine Übertragung von 10 GiB enthält somit etwa 7,37 % mehr Daten als eine von 10 GB. Bei gleicher Rate dauert sie entsprechend etwa 7,37 % länger.
Übernehmen Sie die Einheit der Anwendung oder bei unklarer Beschriftung die genaue Byteanzahl. Einheitenwechsel ändern die Zahl, nicht die Datei. Netzwerkverkehr, Größe des heruntergeladenen Archivs und endgültiger Installationsumfang sind verschiedene Messgrößen und dürfen nicht gleichgesetzt werden.
Vor dem Tarifwechsel den Engpass suchen
Pausieren Sie andere Übertragungen und vergleichen Sie denselben Download nach Möglichkeit über WLAN und Kabel. Prüfen Sie die Geschwindigkeitsbegrenzung in der Anwendung. Notieren Sie Einheit, anhaltende Rate und Verbindungsart, damit jeder Vergleich eine konkrete Frage beantwortet, statt mehrere Bedingungen gleichzeitig zu verändern.
Ein ausgelasteter Server, ein gemeinsam genutzter Anschluss oder das lokale Gerät können die Übertragung begrenzen. Auch Protokolldaten beanspruchen Kapazität; einen pauschalen Abzug in Prozent gibt es nicht. Ist der Geschwindigkeitstest schnell, aber nur ein Download langsam, prüfen Sie diesen zunächst genauer. Rechnen Sie nach der Übertragung zusätzliche Zeit für Prüfung, Entpacken oder Installation ein.